Interviewreihe - Teil 1: myClub & Meister Liga Online

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  • Contentbild MyClub MLO


     

    In den kommenden Wochen wird es einige Interviews mit PESGalaxy-Usern geben, in denen es um bestimmte Pro Evolution Soccer Themen geht. Diese Woche haben wir für den ersten Teil der Reihe ein Interview über den myClub-Modus geführt.


     

    Mit Pro Evolution Soccer 2011 wurde die Meister-Liga Online eingeführt. Dort konnte man sich mit Spielern aus aller Welt online messen und sich mit der verdienten Ingame Währung sein Wunschteam zusammenstellen. Über den verfügbaren Transfermarkt konnte man sich die Dienste der Spieler fürs eigene Team sichern, sofern man sich diese leisten konnte.
    Die beliebte MLO wurde 2015 vom myClub-Modus abgelöst. Die Spielidee an sich blieb erhalten, dennoch gab es einige Änderungen. Dazu gehörte der teilweise umstrittene Austausch des Transfermarkts durch ein Scout-/Ballsystem (per Zufallsprinzip werden jetzt Spieler zugelost - je nach "Können" des Scouts).
    Der myClub-Modus wurde in PES 2016 weiter verbessert, indem man unter anderem eine Trainingsoption hinzufügte.


     

    Wir haben nun mit dem PESGalaxy-User Gomez einen Gesprächspartner, der sich mit der MLO sowie dem myClub-Modus ausgiebig beschäftigt hat und uns einige Fragen beantworten wird.


    Wie findest du den myClub-Modus bei PES 2016 bzw. wie kommst damit zu recht?


    Gomez: Den MyClub Modus finde ich sehr gelungen. Bei der Aufteilung des Menüs hat sich im Vergleich zum letzten Jahr nicht viel verändert. Wer PES 2015 schon gespielt hat, sollte sich in diesem Teil also auch wieder schnell zurechtfinden.
    Was mir sehr gut an diesem Modus gefällt ist, dass man ein Team bekommt mit dem man vorher so nicht gerechnet hat - es macht dann auch richtig Spaß mit diesem Team erfolgreich zu sein. Außerdem finde ich es sehr gelungen, dass man jetzt in der Aufstellung verschiedene Positionen ändern bzw. verschieben kann, was in PES 2015 ja noch nicht möglich war. So ist in der Aufstellung etwas Flexibilität geboten.
    Das Spiel hat bestimmt noch eine Menge Verbesserungspotenzial, aber fürs Erste schaut das Ganze nicht schlecht aus.


    Bist du mit den Scout-/Ballsystem zufrieden?


    Gomez: Ich bin soweit ganz zufrieden. Mir persönlich ist es egal, ob ich einen Ball, eine Karte oder etwas ganz anderes ziehen muss.
    Das mit den Agenten ist eine interessante Nebenaufgabe für jeden myClub-Spieler und wenn man genug Zeit hineinsteckt, dann ergeben sich auch sinnvolle Kombinationen der Scouts, um den Pool der möglichen Spieler einzugrenzen.
    Mithilfe von Spielerdatenbanken ist es möglich nach verschiedenen Fähigkeiten, Nationen, Position u.Ä. zu filtern. Anschließend kann man anhand dieser Daten die entsprechenden Scouts kombinieren, um eine höhere Chance auf bestimmte Spieler zu haben. Natürlich bleibt das ganze trotzdem eine gewisse Wundertüte, aber diese Wundertüte macht auch durchaus Spaß!


    Ist der Modus einsteigerfreundlich oder muss man sich sehr viel selbst erarbeiten?


    Gomez: Der MyClub Modus ist im Großen und Ganzen schon einsteigerfreundlich, da man ja ein Einsteiger-Tutorial absolvieren kann. Wenn man dann noch ein paar Stündchen im Menü unterwegs ist, kommt man ziemlich schnell damit klar.
    Das Menü ist sehr transparent gestaltet, wodurch man mit wenigen Klicks findet, was man gesucht hat.


     
    Zum PES 2016: myClub-Thread (Tipps, Empfehlungen etc.)

     

    Muss man zwingend Echtgeld für Münzen investieren, um eine gute Mannschaft zu kreieren oder kommt man mit den Ingame verdienten Game Points (GP) gut aus?


    Gomez: Ich, für meinen Teil, habe bisher noch kein Echtgeld investiert und habe für meinen Geschmack schon eine sehr gute Mannschaft zusammen.
    Das Problem sehe ich eher bei der Finanzierung einer guten Mannschaft (Level 4-5 Teamstärke). Ich meine damit die Kosten für die Verträge der Spieler. Ohne Echtgeld bzw. das "Farmen" (Sim-Spiele mit einem Lvl 1-Team absolvieren, um so ein größeres Plus an GP zu generieren) wird es dann nämlich sehr schwierig das am Laufen zu halten. Das ganze ist natürlich mit Zeit verbunden. Wenn man die nicht hat, aber man trotzdem schneller ein besseres Team aufbauen möchte, so spricht nichts dagegen etwas Echtgeld zu investieren.
    Im diesem Spiel ist es aber kein Muss um erfolgreich zu spielen. Das ist auch gut so!


    Inwieweit wirkt sich die Teamchemie auf das Spielverhalten aus?


    Gomez: Einer der wichtigsten Punkte in diesem Spiel ist die Teamchemie oder Teamgeist.
    Dein Team verhält sich extrem unterschiedlich auf dem Platz - je nachdem wie hoch dessen Teamgeist ist. Ein hoher Teamgeist ermöglicht dir ein ganz anderes Spiel aufzuziehen.
    Deine Verteidiger schließen bei einem Gegenangriff besser die Lücken, im Angriff bieten sich deine Mitspieler besser an, die Torhüter werden besser - nur um mal ein paar Beispiele zu nennen. Im realen Leben ist es ja auch nicht anders. Auch dort müssen sich Spieler an ihre Mitspieler und ihre Trainer gewöhnen, um als Team besser zu werden. Was auch für den Realismus des Modus spricht ist, dass ein Spieler mit jedem Trainer zu Beginn anders klar kommt und der Teamgeist eines Spielers so von Trainer zu Trainer variiert.


    Lassen sich Spieler mit der neu eingeführten Trainingsoption gut verbessern?


    Gomez: Für mich ist das wirklich nur interessant, wenn man gleiche Spielertypen kombiniert. Die Position und die Nationalität des Trainers und des Übungsleiters sollten so beispielsweise übereinstimmen. Ich setze gerne auch einen stärkeren Spieler als Übungsleiter ein, wenn er mir einfach nicht ins Bild passt.
    Wenn man nur einen sehr schwachen Spieler zum Übungsleiter macht und ihn dann mit Ronaldo, Messi & Co. kombiniert, ist der Trainingseffekt ziemlich gering. Da bietet es sich dann schon wieder eher an, diesen Spieler direkt zu verkaufen um etwas GP zu generieren.
    Das Levelsystem selber finde ich ziemlich attraktiv, wenn man einen Spieler mit Level 1 bekommt und ihn dann bis Level 50 hochspielt. Man merkt regelrecht wie die Spieler nach einigen Spielen immer besser werden. Gefällt mir!


    Was sind die größten Unterschiede zwischen myClub und der Meister-Liga Online?


    Gomez: Ich glaube der größte Unterschied ist, dass man im myClub-Modus eher auf unterschiedliche Teams trifft. Das kommt in der Meister-Liga Online eher seltener vor und man spielt meistens gegen die Spieler der großen Teams, wie z.B. Real Madrid, FC Barcelona oder Bayern München. Der alte Modus hat für mich auch nicht diese Langzeitmotivation, die der myClub-Modus bietet - das muss aber jeder für sich selbst entscheiden. Für meinen Geschmack ist myClub aber ansprechender.


    Was fehlt für dich im myClub Modus (im Hinblick auf die damalige MLO)?


    Gomez: Das ist der Transfermarkt. Es wäre bestimmt interessant diesen auch im myClub-Modus zu sehen. Natürlich müsste man hier Fingerspitzengefühl beweisen, wenn man diesen bei den nächsten PES-Teilen einbauen möchte. Nur um mal ein paar Beispiele zu nennen:
    Wenn man sich einen Ronaldo oder Messi zulegen möchte, dann sollte man schon eine beträchtliche Summe bezahlen müssen. Man möchte ja schließlich nicht, dass gleich nach 4 Wochen alle Spieler mit diesen Spielern auflaufen. Vielleicht wäre es auch sinnvoll eine Möglichkeit dafür einzubauen, dass man Spieler vor der Verpflichtung für maximal 10 Spiele ausleihen kann. So kann man die Spieler erst testen, bevor man sie für viel Geld unter Vertrag nimmt.
    Auch sollten einem erst dann Spieler zum Kauf zur Verfügung stehen, wenn das eigene Teamlevel dem Stärkelevel des gewünschten Spielers entsprichst. Sprich, wenn das Team durch das Leveln der vorhandenen Spieler zu einem Lvl 2-Team aufsteigt, kann man automatisch auf stärkere Spieler auf dem Transfermarkt zurückgreifen. So kann man die Stars gar nicht in schwächeren Teams spielen und muss sich somit vorher erst hochleveln.
    Bei diesem Thema begibt man sich aber auf dünnes Eis, weil man es nicht jedem Spieler recht machen kann. Wichtig ist dabei nur, dass die Langzeitmotivation nicht darunter leidet. Man möchte sich ja etwas erarbeiten und nicht alles geschenkt bekommen.


     
    Transfermarkt in MyClub - Was spricht dafür, was spricht dagegen? - Diskussionsthread

     

    Welche weiteren Verbesserungen wünscht du dir?


    Gomez: Welche Verbesserungen Ich mir wünsche ... mmh da gäbe es schon ein paar Dinge:
    - Die Spielegeschwindigkeit muss meiner Meinung nach etwas gedrosselt werden. Das würde das Onlinespielgefühl extrem verbessern und würde somit dem Realismus wieder näherkommen. Das Spiel wird dann wieder etwas taktischer. Gerade beim Spielaufbau aus der Verteidigung heraus hat man bei diesem Teil doch wenig Zeit zu reagieren.
    - GANZ WICHTIGER PUNKT sind die Levelteams - Konami müsste diese realistischer berechnen!
    Ich meine damit: Wenn ich mit meinem Level 1 Team spiele, dann möchte ich auch auf ein Level 1-Team treffen. Leider ist es in diesem Teil, wie auch in PES 15, nicht immer so und man sieht leider des Öfteren die sogenannten Fake-Levelteams. Das heißt, dass sie Neymar, Ronaldo & Co. im Team haben, während auf der Ersatzbank nur No-Name-Spieler mit einer Gesamtstärke von 50 Punkten sitzen, die sowieso nicht spielen. Diese dienen dann lediglich zum Drücken der eigenen Levelstärke.
    - Wer kennt sie nicht - die massenhaften Grätscher in diesem Teil. Eiskalt von hinten stoppen sie die Gegenspieler reihenweise. Also dafür sollte man auf jeden Fall bestraft werden und das nicht nur mit einer roten Karte (wenn sie diese überhaupt bekommen), sondern auch mit einer Sperre von 1-3 Spielen. Momentan ist es eher so, dass der gefoulte Spieler der Leidtragende ist und er seinen Spieler für das nächste Spiel pausieren lassen muss, da er verletzt wurde.


    Wenn man sich diese drei Aspekte vielleicht in diesem bzw. im nächsten Teil zu Herzen nimmt, dann haben wir wieder fast das Online-Spielgefühl, das wir doch so lieben!

    Kannst du Neulingen zum Schluss noch ein paar Tipps mitgeben?

    Gomez: Man muss sich als Neuling erst einmal etwas mit dem myClub-Modus vertraut machen. Unter anderem sollte man die Fähigkeiten der Spieler sorgfältig durchgehen, denn auch wenn man weiße oder bronzene Bälle beim Roulette zieht, so findet man des Öfteren ein Juwel unter diesen Spielern, das vielleicht perfekt in dein Level 1/2-Team passt.
    Kleiner Geheimtipp: Geht auch eure Startspieler durch. Gerade Spieler wie Heston oder Ventura sind Spieler, die günstig sind und sich klasse spielen lassen. Verkauft die Spieler, die ihr zieht, auch nicht gleicht, sondern spielt erstmal mit ihnen. Vielleicht passen sie zu eurer Spielweise und kostenlos sind sie ja schließlich auch, da man nur einen Scout dafür investiert hat.
    Wie schon anfangs erwähnt: die Teamchemie ist ein wichtiger Bestandteil dieses Spiels. Es ist nicht immer wichtig einen besseren Spieler (höhere Gesamtstärke) in der Startelf aufzustellen, sondern er muss auch einfach in das Spielsystem des Trainers passen. Setzt lieber dann den stärkeren Spieler auf die Bank bis er eine gewisse Affinität zum Trainer aufweist.

    Ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Einblick in das Spiel geben und euch vielleicht in dem ein oder anderen Punkt helfen konnte.
    Der wichtigste Punkt bleibt aber, dass man einfach Spaß an dem Spiel hat - und wie sagt man so schön: LOVE THE PAST, PLAY THE FUTURE!

     

    Vielen Dank an Gomez für die Beantwortung der Fragen! :)
    Fragen: Paterson
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